Mit Hunden arbeiten und Geld verdienen

Mit Hunden arbeiten und Geld verdienen – Traumjob oder nur ein Jobtraum?

Mein Name ist Franziska Lange, ich bin 34 Jahre alt und habe mir seit 2018 meine Hundeschule in Buxtehude aufgebaut, die ich seit 2020 auch im Haupterwerb führe. Zu mir gehören meine Hunde Bella und Leevi, die mich immer wieder neu inspirieren, meine Angebote noch facettenreicher zu gestalten. Ich stelle dir heute meine ganz persönliche Geschichte in einem Blog-Artikel zusammen: Ich bin absolut dafür, dass jeder Mensch seinem Herzen folgt. Wenn du dich auch fragst, ob du mit Hunden arbeiten und damit genug Geld verdienen kannst, möchte ich dir mit meiner Erzählung Mut machen.

"Irgendwas mit Tieren zu machen" war mein Traum - aber die Realität holte mich ein

Kannst du dich daran erinnern, wie es war, als sich die Schulzeit dem Ende zuneigte und du dich entscheiden musstest, welchen Beruf du gerne ausüben möchtest?

Mein großer Traum war es, Tierarzthelferin zu sein. “Irgendetwas mit Tieren” musste es auf jeden Fall sein. Meine Eltern meinten es gut mit mir und wiesen mich daraufhin, dass ich in diesen Berufen mit Tieren wenig Geld verdienen werde und rieten mir dazu etwas „Vernünftiges“ zu lernen. Ich könnte mich danach ja immer noch umentscheiden.

Gesagt, getan – ich lernte Industriekauffrau in einem Konzern, in dem auch mein Vater arbeitete. Meine Leistungen waren gut bis sehr gut, weil ich immer das Beste aus einer Situation herausholen möchte, auch wenn mich das Thema an sich nicht sonderlich interessiert. Wenn ich etwas tue, dann richtig und mit vollem Elan – das wird später nochmal wichtig, daher erzähle ich dir das und komme darauf noch einmal zurück. 11 Jahre habe ich dort verbracht und bin immer wieder an Grenzen gestoßen, die mich frustriert haben.

  • Ich wollte Dinge verbessern/verändern, wenn ich Handlungsbedarf sah.
  • Ich wollte perfekte Ergebnisse abliefern.

Punkt 1 scheiterte daran, dass ein Konzern nur mit vielen Regeln und Vorgaben funktioniert, an die sich jeder halten muss: Alles ist irgendwo festgeschrieben, und ein Verbesserungsvorschlag wird zwar begrüßt, ist aber mit enormem Aufwand in der Umsetzung verbunden und daher oftmals nicht praktikabel. Punkt 2 scheiterte daran, dass ich in der Disposition eingesetzt war – zwischen Produktion, Einkauf und dem Endkunden. Die Disposition sorgt dafür, dass alle vom Kunden bestellten Waren pünktlich zum Wunschtermin verfügbar sind. Ja, und dann gibt es da Dinge, die genau das nicht möglich machen. Eine Warenlieferung, die im Zoll feststeckt, ein Schiff, dass erst morgen abgeladen werden kann, die eigene Produktion hat einen Maschinenausfall und so weiter…

Kurz gesagt: Ich wollte nicht mehr der Buhmann sein, der in der Zwickmühle sitzt und ständig unter Druck steht, weil die Kunden – verständlicherweise – auf ihre Produkte warten und irgendwann die Geduld verlieren. Dazu diese umständlichen Vorgaben, die eingehalten werden müssen, damit nichts durcheinandergerät.

2013 habe ich privat eine Weiterbildung zur systemischen Familienberaterin begonnen. Dadurch habe ich mich selbst so gut kennengelernt, sodass mir bewusst wurde, dass ich mein bisheriges Leben komplett nach den Wünschen und Erwartungen Anderer aufgebaut hatte. Nichts davon war MEINS. Uff, das war zunächst ein Schock – und dennoch fühlte es sich gut an!

Nun stand ich da und begann mein ganzes Leben zu hinterfragen.

Wie kann ich meinen Job nach meinen Vorstellungen gestalten?

Zuerst habe ich mir ein Auto gekauft, dass ich unbedingt haben wollte. Dann erfüllte ich mir den Wunsch nach einem eigenen Hund und reduzierte in diesem Zuge meine Arbeitszeit. Mit meiner Hündin an meiner Seite bemerkte ich, dass es Unmengen an Fragen gibt, die Hundemenschen so umtreiben und dass es in meiner Umgebung keine Hundeschule gab, die so mit den Tieren arbeitet, wie ich es mir selbst wünschen würde. 2016 beschloss ich nach reiflicher Überlegung, eine Ausbildung zur Hundetrainerin zu besuchen und es dann mit dem entsprechenden Fachwissen auf meine Art zu machen.

Endlich war ich da, wo ich hinwollte. Ich bestimmte darüber, wie die Dinge ablaufen und konnte jederzeit Änderungen vornehmen, wenn ich unzufrieden war. Ich musste es aber auch tun.

Nach den Behördengängen und dem Aufbau meiner Webseite stand ich plötzlich da und hatte etwas Muffensausen vor dem ersten Kundentermin. Es lief trotz meiner Nervosität super und meine Stärke, alle Dinge aus vollem Herzen zu tun, kam wieder zum Tragen. Auch, wenn ich während der Ausbildung öfter mal dachte „wie soll ich mir das bloß alles merken?“, hatte ich sofort alle Themen parat, die ich für den jeweiligen Fall brauchte und so waren die Kundinnen glücklich, und ich konnte mich zufrieden immer mehr ausweiten.

Kann man mit Hunden arbeiten und Geld verdienen?

Das war eine Frage, die mir häufig begegnet ist, und auch im familiären Kreis war dieses eine große Sorge. Natürlich ist es wie in jeder Selbstständigkeit zunächst beängstigend, wenn du mit deinem Angebot noch unbekannt bist und nicht weißt, wann und wie viel Geld du als nächstes verdienst.

Das ist übrigens eine der Grundsatzfragen, die du für dich zuerst klären solltest – wie ist deine innere Einstellung zum Thema Geld verdienen? Erlaubst du dir viel Geld anzunehmen und „reich“ zu sein? So reich, dass du dich sicher fühlen kannst?

Es ist immer eine Definitionssache, wie viel du für dein persönliches Sicherheitsbedürfnis benötigst.

Ich habe nach und nach mehr Aufträge bekommen, als ich noch in meiner Festanstellung mit einer 27,5 Stundenwoche war. So konnte ich entspannt in meine neue Rolle hineinwachsen und wusste, am Anfang des Monats habe ich wieder Betrag X auf dem Konto. Für mein Sicherheitsempfinden war genau das perfekt. Dann kam der Umzug ins 350 Kilometer entfernte Buxtehude und somit auch die Kündigung dieser Festanstellung. Ich freute mich auf 2-3 Monate Arbeitslosigkeit, um alles etwas sacken zu lassen und mich auf die Suche nach einem Teilzeitjob zu machen.

Existenzängste zum Start in die Selbstständigkeit

Als ich nach 6 Monaten noch keinen neuen Job hatte, bekam ich plötzlich Panik. Mein angespartes Polster neigte sich rasch dem Ende zu, und mein Hundejob brachte bei weitem noch nicht das ein, was ich zum Leben brauchte.

Zum Glück hatte ich meinen Freund an meiner Seite, der die meisten Fixkosten getragen hat. So konnte ich meine Verdienste in den Ausbau meines Unternehmens stecken. Schließlich fand ich einen 20 Stunden Job mit – meiner Meinung nach – viel zu geringer Bezahlung, aber ich durfte die Hunde mit ins Büro nehmen. Dort habe ich ein Jahr lang vormittags gearbeitet, nachmittags meine Berufung Hund gelebt und immer weiter ausgebaut. Es begann sich herumzusprechen, dass es mich gibt, und plötzlich stiegen die Einnahmen dieses Jobs mit den Hunden über die des Angestelltengehaltes hinaus.

Du kannst dir sicher vorstellen, wie glücklich mich das gemacht hat. Andererseits klebte nun die Sorge vor dem finanziellen Desaster, wie ein Kaugummi unter meinem Schuh. Es war an der Zeit mich mit meinen Glaubenssätzen dahingehend zu befassen und meine Einstellung zu dem Wort „Verdienen“ zu klären.

Geld verdienen mit der Arbeit mit Hunden und ihren Menschen

An meiner Bürowand hängt ein gemaltes Bild von mir, darauf steht: „DU bist deine Kompetenz – mit Herz!“ Dieser Satz hat für mich viel verändert. ICH und MEIN WISSEN sind der Grund, weshalb Menschen mich aufsuchen. Ich biete eine Dienstleistung an. Natürlich darf ich mir das bezahlen lassen!

Der Wert, den ich dieser Leistung zugestehe, hängt nicht nur davon ab, was ich denke, was der Kunde bereit ist dafür zu bezahlen, sondern vor allem benötige ich eine vernünftige Kalkulation, die alle Ausgaben berücksichtigt und mir zusätzlich einen angenehmen Gewinn verschafft.

Auch wenn der Kunde noch so nett ist, deine investierte Zeit verschafft dir deine Existenzgrundlage. Du nimmst also deinen errechneten Wert, den du als Stundenlohn benötigst und berechnest diesen ohne faule Kompromisse für DEINE ZEIT. Wenn du bemerkst, dass du damit haderst, es dir zu viel vorkommt – dann heiße ich dich herzlich willkommen in der Welt der Persönlichkeitsentwicklung mit Hilfe deiner Selbstständigkeit. Oft steckt ein Selbstwertthema dahinter, welches gerne nach und nach aufgelöst werden darf. Dafür kann ich dir professionelle Unterstützung wärmstens ans Herz legen. Dir werden immer wieder eigene Themen auf die Füße fallen, die dich an irgendeiner Stelle blockieren. Meistens bemerkst du das selber nicht, weil es unbewusst abläuft und falls du es doch bemerkst, ist eine Veränderung dieser Themen – gerade am Anfang – schwer mit dir selbst möglich.

7 Tipps: Selbstständig machen in einem Beruf mit Hunden

  1. Lerne dein Sicherheitsbedürfnis kennen
  2. Lege dir einen finanziellen Puffer an
  3. Suche dir ggf. einen Nebenjob für die finanzielle Grundabsicherung
  4. Absolviere eine fundierte Ausbildung/Weiterbildung in deinem Wunschbereich
  5. Kalkuliere einen realistischen Stundenlohn, von dem du leben kannst
  6. Suche dir professionelle Unterstützung oder habe im Hinterkopf, dass du nicht alles ganz alleine stemmen musst
  7. Hinterfrage deine persönlichen Entwicklung immer mal wieder

Nach der Klärung dieser Punkte steht deinem ganz eigenen Vorgehen mit deinem Herzensthema Geld zu verdienen nichts mehr im Weg. Ich bin mittlerweile seit zwei Jahren hauptberuflich selbstständig und könnte mir nicht mehr vorstellen, wieder angestellt zu sein.

Du kannst genau DEINE Kompetenzen verkörpern, du kannst deine Zeit weitestgehend frei einteilen und sie an deinen Bedürfnissen ausrichten, du bist der Mensch, für den du arbeitest. Na gut, und für das Finanzamt, aber das hast du in einem Angestelltenjob ja genau so. Wenn dich also deine Berufung ruft, dann nimm all deinen Mut zusammen und gehe die ersten Schritte… Keine Entscheidung ist unwiderruflich! Selbst wenn du bemerkst, dass an einer Stelle etwas nicht so rund läuft, entscheidest du dich eben wieder um. Das ist das Leben. Lebe es. Für dich!

Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei.
Von Herzen,
Franziska

Über die Autorin

Franziska Lange ist systemische Familienberaterin und ausgebildete Hundetrainerin. In ihrer Arbeit hat sie sich auf die feinen Nuancen der tierischen Kommunikation spezialisiert. Franziska legt Wert auf partnerschaftlichen und vertrauensbasierten Umgang mit Menschen und ihren Hunden. Ihre Grundüberzeugung: Heute muss kein Wesen mehr unterdrückt werden, damit es in das Weltbild eines Menschen passt!

Kontakt zu Franziska:

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